Eine Geschichte von mir.. sie ist aber noch nicht fertig..irgendwie komm ich einfach nicht weiter. Wenn jemand Tips und Ideen hat, nur her damit^^

und ignoriert Rechtschreibfehler^^

Das Café

 

Der Einzug

 

„Stellen sie das restliche Zeug einfach ins Wohnzimmer“ sagte Daniel zu den Möbelpackern, während er sich mit der freien Hand eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich. Die andere Hand war damit beschäftigt sein wackeliges Bücherregal aufrecht zu erhalten.

„Und dann ist hier wohl Feierabend, wat?“ sagte einer der Arbeiter der gerade ein Sofa durch die Gegend trug. In seiner Stimme war von Anstrengung nicht das Geringste zu erkennen. Ohnehin machte er den Eindruck als könnte er die ganze Wohnung auf nur einem Arm tragen.

„Ja, wird auch Zeit! Ein wenig anstrengend war der heutige Tag schon! Aber man zieht nicht jeden Tag von Augsburg nach Hamburg, nicht wahr?“ Das er total am Ende war und am liebsten sofort ins Bett gehen würde, verkniff Daniel sich mal bei dem kräftigen Arbeiter, den Wohl gar nichts aus der Puste bringen würde.

„Schon klar, icke und meine Jungs verschwinden dann mal! Schöne Zeit und geruhsame Nacht wünsch ick ihnen!“, lachte der Arbeiter und gab Daniel den wohl festesten Händedruck seines Lebens. Als die Angestellten der Umzugsfirma weg waren ging Daniel erstmal duschen.

Das eiskalte Wasser tat unheimlich gut und als er aus der Dusche stieg, war sein Körper von Gänsehaut umsehen.

Beim Zähneputzen betrachtete er sich im Spiegel und stellte fest das die wenigen Stunden Schlaf letzte Nacht ihre Zeichen gesetzt hatten. Augenringe zeichneten seine braunen Augen. Und die großen Mengen von kaltem Kaffee den er aus Zeitdruck nicht warm trinken konnte zeigten keinerlei Wirkung

„Und ich dachte, kalter Kaffee macht schön! Na ja, war wohl doch zu viel des guten! So sehr ich auch Kaffe auch liebe, ich glaube ich kann ihn jetzt nicht mal mehr riechen!“

Daniel fuhr sich durch seine kurzen dunkelbraunen Haare. Er konnte zufrieden mit seinem Aussehen sein. Und doch lag seit einer Ewigkeit kann Mädchen mehr neben ihm im Bett. Mal abgesehen von Maja. Maja hatte wunderschöne Rehaugen. Einer ihrer Blicke, und Daniel gab ihr was immer sie wollte. Sie liebte es mit Daniel zu kuscheln und redete auch nicht zuviel.

Maja, war seine Katze.

Als Daniel bettfertig war machte er das Schlafzimmerfenster auf.

Es war Sommer und unter ihm war das Straßencafé noch in vollem Gange. Er hörte die Geigenmusik und der Geruch von Torten, Kuchen und sonstigem Gebäck stieg bis zu ihm hoch.

Daniel hielt sich den knurrenden Bauch. Der Kühlschrank war leer und noch nicht mal angeschlossen.

„Morgen muss ich unbedingt einen Supermarkt finden“, flüsterte er und machte es sich auf dem angenehmkühlen Fensterbrett zurecht.

„Miau“, hörte er neben sich auf dem Boden.

„Nein Maja, noch gehe ich nicht ins Bett. Ich will mir noch ein wenig die Leute da unten ansehen.“ Er nahm die Katze zu sich auf den Arm und kraulte ihre Ohren.

Daniel liebte seine Maja über alles. Nur bei einem Thema gingen ihre Geschmäcker auseinander. Maja schwärmte für Thunfisch. Daniel konnte alle Arten von Fisch nicht ausstehen.

Ansonsten teilten sie so gut wie alles miteinander. Zurzeit gehörte die zweite Betthälfte ausschließlich Maja. War ja sonst niemand da mit dem man sie teilen könnte.

„Siehst du die Leute, Maja? Da sitzen sie zusammen. Niemand ist alleine. Sie reden und haben Spaß!“

Daniel wurde trotzig.

„Hörst du ihr lautes Gelächter? Sie lachen so laut, als ob es keine Probleme auf der Welt gibt. Ich werde ihr Lachen hören wenn ich schlafe! So laut lachen sie! Können sie nicht leiser lachen? Oder ihre Geschichten. Sie erzählen so laut, als ob ich es auch hören sollte! Dabei kenne ich sie nicht einmal!“

Daniel hielt inne und schwieg.

Tatsächlich hörte er, wie ein Mann sagte:

„Leute gibt’s, die gibt’s gar nicht! Da sagt der zu mir ich soll die ganze Sache vergessen und nach Hause gehen! Da lauf ich 2 Kilometer und dann..“

Der Rest des Satzes ging in Gelächter unter.

Daniel seufzte.

„Weißt du, ich fühle mich einsam. Ich bin jetzt in einer fremden Stadt, das stimmt schon, aber in Augsburg war es doch auch nicht anders. Ich hoffe nur dass ich hier nicht ganz alleine bleiben werde. Wenn schon keine weibliche Bekanntschaft dann höchstens einen Freund. Ganz allein ohne Bekanntschaften kann ja schließlich niemand leben, oder? Gut, ich habe zwar dich, aber was Menschliches wäre schon auch nicht schlecht oder?“

Maja lag mit geschlossenen Augen in Daniels Armen und schnurrte nur.

„Also, ich weiß es ja zu schätzen dass du keine Plappertante bist, aber ein wenig gesprächiger könntest du schon auch sein!“

Daniel seufzte und gähnte Herzhaft.

„Komm, für heute reicht es. Wir gehen ins Bett!

Am nächsten Morgen wurde er wach, als Maja ihre leere Futterschüssel durch den Raum schob.

Daniel stand auf und streckte sich. „Was ist Süße? Hast du Hunger?“

Einen Moment später wurde ihm klar, dass es absolut nichts Essbares in dieser Wohnung gab.

„Ahh, ich weiß. Ein Morgen ohne Cornflakes und Thunfisch geht ja mal gar nicht! Ich werde mich beeilen ein Supermarkt oder ähnliches zu finden und dann gibt es erstmal Frühstück…“. Daniel gähnte und schlenderte ins Bad. Die ganze Wohnung war noch so neu, unvertraut. Überall lagen halbaufgebautes Ikea-zeug und volle Umzugskisten. Seine Zahnbürste lag noch im Kulturbeutel und während er sich wusch, überlegte er in welchem Karton wohl seine Kleidung verstaut war.

Eine halbe Stunde später hatte Daniel die Wohnung verlassen, das Café von letztem Abend hatte noch geschlossen. Gott sei dank! Sogar geträumt hatte er von diesem schrecklichen Café! Er hatte geträumt, dass es vergrößert wurde und nun auch Gäste in seiner Wohnung saßen und gemütlich Kuchen aßen. Schrecklich war das! Daniel bog in eine kleine Gasse ein. Vielleicht war hier ja wenigstens ein Tante Emma Laden zu finden. Doch er fand nur eine Apotheke. Die würde er brauchen, wenn er nicht bald was zu Essen finden würde! Während er weiterhin ziellos durch die Gegend schlenderte schlug eine Kirchenuhr 9 Uhr. „Kein Wunder, dass hier keine normalen Leute finde, die ich nach einem Lebensmittelgeschäft fragen könnte. Welcher normale Mensch ist denn auch Samstag um 9 Uhr morgens unterwegs?“, dachte sich Daniel. „Und überhaupt! Da ist man umgezogen in eine riesige Stadt um neue Leute kennen zu lernen und damit das Leben endlich mal anfängt Sinn zu machen und wenn man jemanden bräuchte findet man niemand! Nicht mal unfreundliche mürrische Leute! In Augsburg hätte ich unfreundliche mürrische Leute im Übermaß gefunden!“

Er bog um die Ecke und wagte es kaum zu glauben. Da waren Leute! Ganze zwei Stück. Ein altes Seniorenpärchen lief ihm entgegen. Ganz in ein tiefes Gespräch verwickelt beachteten sie Daniel nicht und zogen an ihm vorbei. Doch Daniel holte sie ein.

„Entschuldigen sie bitte die Störung!“ -Höfflichkeit ist eine der wichtigsten Sachen wenn man im Leben weiter kommen will- hatte Daniels Mutter als Kind immer zu ihm gesagt und wenn er jetzt nicht weiterkommen würde, würde er wohl verhungern.

Das kleine Pärchen blickte zu ihm hoch.

„Ja, junger Mann?“ sagte die Frau mit krächzender schwacher Stimme.

„Ich bin neu in der Stadt und suche nach einem Supermarkt, oder einer Bäckerei. Im Grunde ist es egal was, Hauptsache es gibt Essen dort zu kaufen“. Daniel klang wohl recht verzweifelt.

„Oh, junger Mann! Kein Problem. Am besten sie gehen die Straße weiter und dann links, oder warten sie… wenn sie die Straße zurücklaufen und dann nach rechts gehen… Moment… also sie müssen-"

„Ach Agnes, lass mich erklären! Du bringst ihn ja ganz durcheinander!“ sagte der Mann, worauf ihm die Frau einen bösen Blick zuwarf.

Doch tatsächlich, der Mann beschrieb Daniel einen Weg in eine Gase in der Supermarkt, Metzger und Bäcker zu finden waren. Und diese Gase war nicht einmal weit weg von Daniels Wohnung. Wäre er von Anfang an richtig gelaufen. Vom Einkauf zurück sperrte Daniel die Wohnung auf und rief:

 

 

„Hallo Schatz, ich bin zurück! Und ich habe dir etwas mitgebracht! Jawohl! Nämlich… Katzenzungen!“

 

Maja saß auf dem Sofa und blickte Daniel seltsam am.

 

Daniel lachte. Jetzt wo er zwei volle Tüten Essbares in den Händen hielt, war er wieder gut drauf.

 

„ War nur Spaß Maja. Es gibt lecker Thunfisch! Das ist doch besser oder? Weißt du, manchmal frage ich mich ob du alles verstehst was ich zu dir sage. Wenn, dann hältst du mich wohl für ziemlich verrückt…, aber solange ich dir Essen und einen warmen Schlafplatz bieten kann macht dir das wohl nichts aus!“

 

Daniel ging in die Küche und packte erstmal das ganze Zeug aus. Maja bekam ihren geliebten Thunfisch in den Napf und er selber hatte sich vom Bäcker eine Hähnchensemmel mitgenommen.

 

„Hmm… Maja, ich hab das Gefühl, dass ist das köstlichste was ich seit langem gegessen habe. Geht es dir auch so?“

 

Doch Maja hatte das Gesicht in der Futterschüssel vergraben und war zu beschäftigt um Daniel ein Zeichen ihres Zuhörens und Mitbefindens zu geben.

 

Mit der Hähnchensemmel und 0,5 l Eistee im Magen machte sich Daniel schließlich ans auspacken seiner Kartons.

 

Er packte seine Anziehsachen aus, seine Arbeitssachen, sein ganzes Küchenzeug und seine ganzen Kerzen. Auch wenn immer behauptet wird, dass Männer unromantisch und undekorativ wären. Daniel hatte viele schöne Kerzen. Riesig große, sowie kleine Teelichter und Daniel liebte seine Kerzen. Er ging ins Wohnzimmer und stellte ein paar von innen aufs Fensterbrett.

 

Da klingelte esan der Türe.

 

„Maja, hast du Pizza bestellt?“ rief Daniel scherzend während er zur Tür eilte und sich fragte wer wohl dahinter stehen würde.

 

„Woow“ war das einzige was er nun noch sagen konnte.

 

Vor ihm stand wohl die schönste Frau Hamburgs und das konnte Daniel sagen, obwohl er bisher nur eine Seniorin, die Metzgerfrau und ein paar nicht auffallende weibliche Passanten gesehen hatte.

 

Die schönste Frau Hamburgs war geschätzte 22 Jahre. Sie hatte helle, sommerlich gebräunte Haut. Ihre aschblonden Haare gingen ihr etwas über die Schultern und ein paar Strähnen ihres Ponys verdeckten eines ihrer grün leuchtenden Augen. Sie war klein, vielleicht 1,60 m und eine zierliche Figur. Außerdem hatte sie wunderschöne volle Lippen, dessen Lächeln Daniel nun die Sprache verschlagen hatte.

 

„Hallo! Sie müssen der neue Mieter sein. Ich bin Lena“

 

Sie reichte ihm ihre Hand. Daniel wollte sie kaum loslassen, so weich war sie. Er brauchte ein paar Sekunden um zu sagen:

 

„Daniel. Daniel Feidel. Nett sie kennen zu lernen!“

 

„Meinen Eltern gehört das Café unter ihnen. Ich bitte also um Verständnis und hoffe es stört sie nicht, dass es im Sommer abends etwas lauter werden könnte.“

 

Wäre irgendwer daher gekommen und hätte Daniel dies erzählt würde er wohl sagen, er hätte schon gemerkt dass es etwas lauter sei und er hätte dafür überhaupt kein Verständnis und wie sehr es ihn stören würde! Doch angesichts der Tatsachen, dass ein Engel vor ihm stand, sagte er:

 

„Aber ich bitte sie, äh, dich, äh Lena, dass ist doch Verständlich. Es stört mich wirklich nicht.“

 

Lena lächelte Daniel mit ihren schneeweißen Zähnen an.

 

„Das freut mich aber. Ist ihre Freundin da? Ich habe vorhin stimmen gehört“

 

„Freundin? Äh, nein, ich habe keine-, ich meine,… also ich habe eine Katze. Ich habe höchstwahrscheinlich mit der Katze gesprochen“.

 

Kaum hatte Daniel dies gesagt, hätte er sich ins Gesicht hauen können.

 

„ Oh nein,… jetzt hält sie mich für paranoid… oder eher pädophil… oder einfach nur für total dumm…“

 

Doch Lena lächelte.

 

„Eine Katze? Oh, ich liebe Katzen! Mein Freund Chris hat auch welche! Also nicht mein Freund… eben ein Freund, … also er war auch mal mein Freund, aber inzwischen ist er… ach Gott, ich rede lauter wirres Zeug! Wenn sie wollen können sie gerne mal im Café vorbeigucken. Ich bin ziemlich oft dort. Man sieht sich!“

 

Normalerweise hasste Daniel Cafés. Doch wie gesagt, sie war ein Engel. Also konnte er nur blöd grinsend und winkend dabei zusehen wie sie die Treppen wieder hinunterlief und verschwand. „Maja, hast du sie gesehen? Sie ist wundervoll! Einfach wundervoll… und außerdem mag sie dich! Naja, nicht direkt… sie kennt dich ja nicht, aber sie mag Katzen und du bist eine Katze… guck mich nicht so komisch an, ich mein es ernst! Ich muss sie wieder sehen…, dass heißt ich muss in dieses Café… auch wenn ich Cafés hasse…, aber ich kann doch nicht alleine in ein Café gehen… oh man Maja! Es ist schon scheiße dass du nicht antworten kannst… Ich ruf Nico an!“
Daniel lief zum Telefon. Die Nummer von seinem besten Freund konnte er auswendig. Nach dem zweiten mal Tuten, nahm jemand ab.
„Hallo?“
„Nico, hier ist Daniel!“
„Ja, Daniel! Alles klar bei dir? Beim Umzug alles ok gelaufen, schon Leute kennen gelernt und so weiter. Erzähl!“
„Nico, ich glaub ich bin verliebt!“
„Äh,.. du bist seit gestern in Hamburg. Wie geht denn das?“
Und Daniel erzählte ihm alles von der schönsten Frau Hamburgs. Von ihren Lippen, bis zu ihren Händen.
„Ja, dann geh doch mit ihr in das Café  du Clown!“ sagte Nico, als ob die Sache so einfach wäre, wie einem Kind den Lutscher zu klauen.
„ Natürlich! Ich komm in ihr Café um sie zu bitten mit mir etwas zu trinken? Das geht doch nicht!“
„Du bist ja selber Schuld, dass du nicht nach ihrer Nummer oder so gefragt hast! Entweder so oder gar nicht!“
„Nico?“
„Ja?“
„Dann eher gar nicht…“
Und wenn Männer eine ganze Stunde lang telefonieren, dann ist die Sache wohl ernst. Und Nico hatte es geschafft Daniel umzustimmen. Er würde in das Café gehen. Nur wie und wann standen noch nicht fest.